Die feine Perlage, die elegante Frische und die fruchtigen Aromen eines guten Prosecco entstehen nicht zufällig. Hinter jeder Flasche steckt ein sorgfältiger Herstellungsprozess, bei dem Erfahrung, Präzision und Zeit eine entscheidende Rolle spielen. Vom Weinberg bis ins Glas begleiten zahlreiche Arbeitsschritte den Weg der Glera-Trauben – immer mit dem Ziel, ihren natürlichen Charakter bestmöglich zu bewahren.
Bei unseren Besuchen in den Familienweingütern erleben wir immer wieder, wie viel Leidenschaft und handwerkliches Können in jeder einzelnen Flasche steckt. Genau dieses Wissen möchten wir mit Ihnen teilen.
Der erste Schritt: Die Weinlese
Am Anfang steht die Glera-Traube. Sobald sie ihren optimalen Reifegrad erreicht hat, beginnt die Weinlese. Besonders in den steilen Hügeln von Conegliano Valdobbiadene erfolgt sie vielerorts noch von Hand. So können die Trauben sorgfältig ausgewählt und möglichst schonend verarbeitet werden.
Nach der Ernte werden die Trauben sanft gepresst. Der gewonnene Most vergärt zunächst zu einem trockenen Grundwein – die Basis für den späteren Prosecco.
Die zweite Gärung – hier entsteht die Perlage
Die feinen Kohlensäurebläschen, die Prosecco so lebendig machen, entstehen erst während einer zweiten Gärung. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Verfahren, die den Charakter des Weins maßgeblich beeinflussen.
Die Charmat-Methode (Metodo Italiano)
Die überwiegende Mehrheit aller Prosecchi wird nach der Charmat-Methode, auch Metodo Italiano genannt, hergestellt. Dabei findet die zweite Gärung in großen Edelstahltanks unter Druck statt.
Dieses Verfahren bewahrt die fruchtigen Aromen der Glera-Traube besonders gut. Es entstehen Prosecchi mit feiner Perlage, lebendiger Frische und Noten von grünem Apfel, Birne und Zitrusfrüchten – genau der Stil, für den Prosecco weltweit geschätzt wird.
Auch die Familienweingüter, mit denen wir zusammenarbeiten, setzen überwiegend auf diese traditionelle italienische Methode, weil sie den ursprünglichen Charakter der Trauben besonders authentisch widerspiegelt.
Die klassische Flaschengärung (Metodo Classico)
Eine weitere Herstellungsweise ist die Metodo Classico. Hier erfolgt die zweite Gärung direkt in der Flasche – ähnlich wie beim Champagner.
Durch die längere Reifung entwickelt der Prosecco eine besonders feine Perlage, komplexe Aromen und eine cremige Textur. Diese Methode wird nur für ausgewählte Prosecco-Editionen verwendet und bringt Weine mit besonderer Eleganz und Tiefe hervor.
Warum die Herstellung so entscheidend ist
Die Qualität eines Prosecco beginnt zwar im Weinberg, doch erst die sorgfältige Verarbeitung entscheidet darüber, wie sich die Aromen später im Glas entfalten.
Deshalb arbeiten wir mit kleinen Familienweingütern zusammen, die traditionelle Handwerkskunst mit moderner Kellertechnik verbinden. Jeder Schritt – von der Lese bis zur zweiten Gärung – verfolgt ein gemeinsames Ziel: den frischen, eleganten und authentischen Charakter der Glera-Traube zu bewahren.
Echter Prosecco entsteht nicht über Nacht. Er ist das Ergebnis sorgfältiger Handarbeit, jahrzehntelanger Erfahrung und einer Herstellungsweise, die die Frische und Eleganz der Glera-Traube in jeder Flasche erlebbar macht. Genau diese Qualität möchten wir mit Prosecco Italia nach Deutschland bringen.