Prosecco richtig genießen


Ein hochwertiger Prosecco verdient die richtige Aufmerksamkeit. Oft sind es kleine Details wie die Serviertemperatur, das passende Glas oder das richtige Einschenken, die darüber entscheiden, ob sich seine feinen Aromen vollständig entfalten können.

Bei unseren Verkostungen in Italien erleben wir immer wieder, wie bewusst Prosecco dort genossen wird. Mit ein paar einfachen Tipps holen auch Sie das Beste aus jeder Flasche heraus.


Brut, Extra Dry oder Dry – wo liegt der Unterschied?

Viele vermuten, dass Extra Dry trockener ist als Brut. Tatsächlich ist es genau umgekehrt.

Die Bezeichnungen geben Auskunft über den Restzuckergehalt und damit über den Geschmack des Prosecco.

StilGeschmackPasst besonders gut zu
Brut Nature / Extra BrutSehr trocken und mineralischAustern, Meeresfrüchte, Aperitif
BrutFrisch, harmonisch und elegantFisch, Antipasti, vielseitiger Speisenbegleiter
Extra DryFruchtig mit feiner RestsüßeSpritz, Pasta, Prosciutto, Käse
Dry / Demi-SecWeicher und süßerDesserts oder asiatische Küche

Unser Tipp: Probieren Sie verschiedene Geschmacksrichtungen bewusst nebeneinander. So entdecken Sie schnell, welcher Stil am besten zu Ihrem persönlichen Geschmack passt.


Die ideale Trinktemperatur

Temperatur hat einen großen Einfluss auf das Geschmackserlebnis.

Ist Prosecco zu warm, wirkt er schwer und verliert an Frische. Ist er zu kalt, bleiben viele Aromen verborgen.

Als Orientierung empfehlen wir:

  • Brut Nature & Extra Brut: 6–8 °C
  • Brut & Extra Dry: 7–9 °C
  • Dry & Demi-Sec: 8–10 °C

Am besten kühlen Sie die Flasche einige Stunden im Kühlschrank oder etwa 20 Minuten in einem Eiskübel mit Wasser und Eiswürfeln.


Welches Glas eignet sich am besten?

Die klassische Sektflöte hält die Kohlensäure zwar besonders lange im Glas, lässt den feinen Aromen jedoch wenig Raum.

Für hochwertige Prosecchi bevorzugen wir deshalb ein Weißweinglas oder einen modernen Prosecco-Kelch. Die etwas größere Öffnung bringt die Fruchtaromen besser zur Geltung und macht den Wein noch ausdrucksstärker.


So öffnen und servieren Sie Prosecco richtig

Ein guter Prosecco muss nicht laut knallen.

Öffnen Sie die Flasche langsam und mit leichtem Gegendruck und halten Sie mit einer Hand den Flaschenhals. So bleibt die Kohlensäure erhalten und der Wein schäumt nicht über.

Auch beim Einschenken gilt: Lassen Sie den Prosecco langsam am Glasrand entlanglaufen und füllen Sie das Glas nur zu etwa zwei Dritteln. So kann sich das Bouquet optimal entfalten.


Wie bleibt geöffneter Prosecco frisch?

Mit einem speziellen Prosecco-Verschluss bleibt die Kohlensäure bis zu zwei Tage erhalten.

Bewahren Sie die geöffnete Flasche stehend im Kühlschrank auf. Auf den bekannten Silberlöffel-Trick können Sie dagegen verzichten – seine Wirkung konnte bislang nicht nachgewiesen werden.


Unser Genuss-Tipp

Für uns bedeutet Prosecco vor allem eines: gemeinsam genießen.

Ob als Aperitif mit Freunden, zu einem guten Essen oder an einem warmen Sommerabend – nehmen Sie sich Zeit für den Moment. Ein hochwertiger Prosecco erzählt seine Geschichte nicht beim ersten Schluck, sondern entfaltet seinen Charakter Glas für Glas.